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  • Sabine Hulsebosch

Dummy Arbeit. Das ist Teambuilding!

Vor allem Jagdhunde in Nichtjägerhand brauchen eine sinnvolle Alternative zum Jagen um unerwünschtes Jagdverhalten umzulenken. Aber die Arbeit mit dem Dummy machen allen Hunden Spaß. Hunde sind in erster Linie Beutegreifer.  In der Dummyarbeit können sie ihre natürlichen Veranlagung zum Jagen nachkommen. Dummytraining macht aber nicht nur Spaß.  Es intensiviert unsere Beziehung und unsere Kommunikation mit unserem Hund und fördert seine Konzentration. 


Was ist das, Dummyarbeit?

Das Dummy simuliert die geschossene Beute des Schützen, die der Jagdhund suchen und aufnehmen soll, um sie dann dem Jäger (i.d.R dem Hundeführer) zu bringen.[nbsp] Zunehmend begeistern sich auch Nichtjäger für diesen Sport, und das zurecht. Der Hund lernt auf Kommando das Dummy zu apportieren, er kann links und rechts unterscheiden, er markiert die Fallstelle des Dummys. Das bedeutet, er merkt sich den Ort, an dem das Dummy herunter fällt, zunehmend auch über lange Distanzen und schwierigem, unübersichtlichen Gelände.

Im Laufe des Trainings werden die Anforderungen höher gesteckt. Mehrere Dummys werden ausgeworfen, die der Hund alleine oder gemeinsam mit anderen Hunden suchen darf. Er lernt, sauber aus dem Wasser heraus zu apportieren und sich in erwünschte Richtungen einweisen zu lassen, ohne dass er sieht, wo genau das Dummy liegt.

Dummyarbeit kombiniert Kopf und Nasenarbeit!

Das Dummytraining fördert die Konzentration Deines Hundes ganz nebenbei. Er lernt ruhig zu warten, bis Du ihn losschickst, „steady“ zu sein. Er lernt auf Pfiff zurück zu kommen. Die Übungen werden immer komplexer. Dein Hund schafft es immer besser, sich zu merken, wo die Dummys ausgelegt oder ausgeworfen wurden. Er lernt ruhig zu warten. Dies fördert seine Impulskontrolle und steigert seine Frustrationstoleranz, beides Fähigkeiten, von denen Dein Hund auch im Alltag profitieren wird. Was die Dummyarbeit besonders auszeichnet, ist die intensive Zusammenarbeit zwischen Dir und Deinem Hund. Die Kooperationsbereitschaft wird mit jedem Training besser. Denn nur durch Dich kommt Dein Hund an seine „Aufgabe“. 

Was die Dummyarbeit aber vor allem auszeichnet: Dein Hund lernt Dir zu vertrauen. Bei den fortgeschrittenen Übungen arbeitest Du mit „blinden“ Dummys, bei denen nur Du weißt, wo sie ausgelegt wurden. Dein Hund folgt dann Deinen Signalen und Hilfen, die Du ihm gibst, und kommt so zum Erfolg. 

Wo kann ich trainieren?  

Das ist das Tolle: Die Arbeit mit dem Dummy kannst Du überall unterwegs machen - wo und wann Du willst. Einige Übungssequenzen reichen aus, um den Hund sinnvoll zu beschäftigen und mental auszulasten. Es ist auch eine gute Alternative zu den Ballspielen, bei dem der Hund hinter dem geworfenen Ball her hetzt. Einseitige Ballspiele dieser Art schaden Deinem Hund auf Dauer, weil sie ihn hoch pushen und nervös machen. Der Einsatz eines Dummys dagegen bietet Abwechslung und unterstützt seine kognitiven Fähigkeiten. Er lernt, sich zu konzentrieren.

Schwierig?

Die Basics sind spielend einfach zu erlernen. Der Grundgehorsam wird ganz nebenbei geübt und langsam in der Anforderung gesteigert. Wenn man die Übungen kleinschrittig und individuell an die Fähigkeit des Hundes angepasst gestaltet, stellt sich der Erfolg ganz von alleine ein. Auch hier gilt wie bei allen anderen Sportarten mit Hund, ihn genau zu beobachten und ihn zu unterstützen, wo er Hilfe benötigt.

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die einzelnen Übungen sind individuell variierbar, je nach Bedarf und Veranlagung Deines Hundes. 

Interesse? Auf unserer Facebook Seite findest Du aktuelle Termine zu unseren Dummy Workshops. 




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